Gemeindefinanzen

#Prioritäten setzen
#Zukunftsfähigkeit erhalten

Im Verlauf der letzten Wahlperiode 2019-2024 ist der Schuldenstand der Gemeinde von 2.689.300 EUR auf 7.267.000 EUR gestiegen, dies bedeutet eine pro-Kopf-Verschuldung von 543 EUR. Für 2024 sieht der Haushaltsplan eine Kreditaufnahme von ca. 6.000.000 EUR vor, so dass die Verschuldung dann bei ca. 12.879.000 EUR liegt, was einer pro-Kopf-Verschuldung von ca. 970 EUR entspricht. Positiv zu vermerken ist, dass die Kredite ausschließlich für Investitionen in Schulen und Kindergärten, Hallen, Straßen und Wasserleitungen und andere Infrastrukturmaßnahmen aufgenommen werden. Es werden also Vermögenswerte geschaffen. Kassenkredite zur Deckung laufender Ausgaben sind nicht erforderlich. Aber auch der Saldo aus lfd. Ausgaben und Einnahmen, der sogenannte Ergebnishaushalt, ist dieses Jahr erstmals nicht mehr ausgeglichen und weist ein Defizit von 607.000 EUR aus das durch eine Entnahme aus den Rücklagen zu decken ist. Für die Jahre 2025 – 2027 wird sogar ein Defizit des Ergebnishaushaltes von 8.883.300 EUR erwartet. In der Folge werden die liquiden Mittel der Gemeinde, die Anfang 2024 bei 14.700.000 EUR liegen bis Ende 2027 auf voraussichtlich 969.000 EUR abnehmen.
Angesichts dieser schwierigen Haushaltsentwicklung fühlen wir uns in unserer bisherigen, stets vorsichtigen Haushaltspolitik bestätigt – leider konnten wir uns da nicht immer durchsetzen. Es gilt jetzt verstärkt, bei den Haushaltsentscheidungen Prioritäten zu setzen, nicht alles, was schön und wünschenswert ist, ist auch finanzierbar. Nur durch kluge Prioritätensetzung wird es gelingen, die finanzielle Zukunftsfähigkeit der Gemeinde und somit Gestaltungsspielräume für nachfolgende Generationen zu erhalten.